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Reinigungsplan für Mehrfamilienhäuser: Vorlage und Best Practices

Strukturierter Reinigungsplan für Ihr MFH: Wer reinigt was, wann und wie oft? Kostenlose Vorlage, Praxistipps und Vergleich Eigenreinigung vs. Profi-Abo.

Ein sauberes Mehrfamilienhaus ist kein Zufall – es ist das Ergebnis eines durchdachten Reinigungsplans. Wer eine Liegenschaft mit mehreren Mietparteien verwaltet, kennt die Herausforderung: Treppenhäuser werden nicht regelmässig gewischt, Waschküchen verdrecken, und im Aussenbereich sammelt sich Laub. Die Lösung? Ein klar strukturierter Reinigungsplan, der Verantwortlichkeiten definiert, Intervalle festlegt und für Transparenz sorgt. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie ein professioneller Reinigungsplan aufgebaut ist, welche Aufgaben er umfassen sollte und wann der Wechsel zur professionellen Gebäudereinigung sinnvoll wird.

Warum ein Reinigungsplan im Mehrfamilienhaus unverzichtbar ist

In einem Mehrfamilienhaus teilen sich verschiedene Parteien gemeinsame Bereiche: Treppenhaus, Eingang, Waschküche, Trocknungsraum, Veloabstellplatz, Kellergang und Aussenanlagen. Ohne klare Regelung entsteht schnell Unordnung. Manche Mieter putzen gewissenhaft, andere gar nicht – und Konflikte sind vorprogrammiert.

Ein Reinigungsplan schafft Klarheit. Er definiert, welche Bereiche in welchem Intervall gereinigt werden müssen und wer dafür zuständig ist. Für Verwaltungen und Eigentümer bietet er zudem eine Grundlage für die Nebenkostenabrechnung und die Dokumentation der Gebäudeunterhaltspflicht.

Vorteile eines strukturierten Reinigungsplans

  • Gleichmässige Sauberkeit: Alle Bereiche werden regelmässig berücksichtigt, kein Bereich wird vergessen.
  • Fairness unter Mietern: Jede Partei weiss, wann sie dran ist – keine Diskussionen mehr.
  • Werterhalt der Liegenschaft: Regelmässige Reinigung verhindert dauerhafte Verschmutzungen und Schäden an Oberflächen.
  • Dokumentation: Ein schriftlicher Plan dient als Nachweis gegenüber Mietern und Behörden.
  • Kostenoptimierung: Wer regelmässig reinigt, vermeidet teure Grundreinigungen.
Praxis-Tipp: Hängen Sie den Reinigungsplan gut sichtbar im Treppenhaus oder Eingangsbereich aus. So weiss jeder Mieter, wann seine Reinigungswoche beginnt. Ergänzen Sie ein Unterschriftenfeld zur Bestätigung der erledigten Reinigung.

Welche Bereiche gehören in den Reinigungsplan?

Ein vollständiger Reinigungsplan für ein Mehrfamilienhaus deckt sämtliche gemeinschaftlich genutzten Flächen ab. Je nach Liegenschaft variiert der Umfang, aber die folgenden Bereiche sollten in keinem Plan fehlen.

Treppenhaus und Eingangsbereich

Das Treppenhaus ist die Visitenkarte jedes Mehrfamilienhauses. Es wird täglich von allen Mietern benutzt und entsprechend stark beansprucht. Schmutz, Staub, Spinnweben und Fussabdrücke fallen hier besonders auf. Die Reinigung umfasst: Boden feucht wischen, Handläufe abwischen, Briefkastenanlage reinigen, Glasflächen und Eingangstüre putzen, Fussmatten ausklopfen und Spinnweben entfernen.

Waschküche und Trocknungsraum

Waschküchen sind feuchtigkeitsanfällig und neigen zu Flusenbildung und Kalkablagerungen. Regelmässiges Wischen der Böden, Reinigen der Arbeitsflächen, Entleeren der Flusenfänger und Lüften sind Pflicht. Auch der Trocknungsraum sollte regelmässig gefegt und auf Schimmelbildung kontrolliert werden.

Kellergang und Allgemeinräume

Kellergänge werden oft vernachlässigt, obwohl sie als Fluchtweg dienen und entsprechend sauber und frei passierbar sein müssen. Staub, Spinnweben und herumliegende Gegenstände sollten regelmässig entfernt werden. Auch Abstellräume, Veloräume und Hobbyräume zählen zu den Allgemeinbereichen.

Aussenbereich und Umgebung

Zugangswege, Parkplätze, Müllstandorte, Grünflächen und Sitzplätze gehören ebenfalls in den Plan. Im Herbst kommt das Laubwischen dazu, im Winter der Schneeräumdienst. Im Sommer sollten Unkraut und Wildwuchs an Wegen kontrolliert werden. Der Aussenbereich prägt den ersten Eindruck der Liegenschaft massgeblich.

Lift und Tiefgarage

Falls vorhanden, gehören Liftkabin, Liftvorplatz und Tiefgarage ebenfalls in den Reinigungsplan. Liftböden und -spiegel verschmutzen schnell, und in der Tiefgarage sammeln sich Öl, Staub und Laub. Eine monatliche Grundreinigung der Tiefgarage und eine wöchentliche Reinigung des Lifts sind empfehlenswert.

Muster-Reinigungsplan: Wochenplan für ein MFH

Der folgende Muster-Reinigungsplan eignet sich für ein Mehrfamilienhaus mit 6 bis 12 Wohneinheiten. Er unterteilt die Aufgaben in wöchentliche, monatliche und quartalsweise Intervalle.

Bereich Aufgabe Intervall
Treppenhaus Boden feucht wischen, Handlauf abwischen, Spinnweben entfernen Wöchentlich
Eingangsbereich Boden reinigen, Eingangstüre und Glas putzen, Briefkasten abwischen Wöchentlich
Waschküche Boden wischen, Arbeitsflächen reinigen, Flusenfänger leeren, lüften Wöchentlich
Kellergang Boden fegen/wischen, Spinnweben entfernen, Durchgang freihalten 14-täglich
Aussenbereich Zugangswege wischen, Müllplatz aufräumen, Laub entfernen (saisonal) Wöchentlich
Lift Kabinenboden wischen, Spiegel/Wände reinigen, Taster desinfizieren Wöchentlich
Tiefgarage Boden kehren, Ölflecken behandeln, Einfahrt reinigen Monatlich
Fenster Allgemeinbereich Treppenhausfenster, Eingangstürglas, Kellerfenster reinigen Quartalsweise
Grundreinigung Intensivreinigung aller Gemeinschaftsflächen inkl. Ecken und Kanten Halbjährlich

Dieser Plan dient als Vorlage und kann je nach Liegenschaft angepasst werden.

Tipp für Verwaltungen: Ergänzen Sie den Plan mit einer Spalte für das Datum und die Unterschrift der zuständigen Person. So können Sie die Erledigung nachvollziehen und bei Reklamationen dokumentieren.

Mieter-Turnus oder professionelle Reinigung?

In vielen Mehrfamilienhäusern wird die Treppenhausreinigung im Turnus unter den Mietern aufgeteilt. Dieses Modell hat Tradition in der Schweiz – doch es funktioniert längst nicht überall reibungslos.

Typische Probleme beim Mieter-Turnus

  • Ungleiche Reinigungsqualität: Manche Mieter reinigen gründlich, andere nur oberflächlich oder gar nicht.
  • Konflikte unter Mietern: Beschwerden über mangelnde Sauberkeit führen regelmässig zu Streit.
  • Koordinationsaufwand: Die Verwaltung muss den Turnus organisieren, überwachen und bei Problemen eingreifen.
  • Fehlende Verbindlichkeit: Mieter, die verreist sind oder sich weigern, hinterlassen Lücken im Plan.
  • Fluktuation: Bei häufigem Mieterwechsel muss der Turnus ständig angepasst werden.
  • Kein professionelles Equipment: Mieter verwenden Haushaltsmittel, die für grössere Flächen oft nicht ausreichen.

Wann lohnt sich der Wechsel zum Profi-Abo?

Ab einer gewissen Objektgrösse oder bei wiederkehrenden Problemen im Mieter-Turnus ist der Umstieg auf eine professionelle Gebäudereinigung die bessere Lösung. Professionelle Reinigungskräfte arbeiten nach einem fixen Einsatzplan, verwenden professionelle Maschinen und Reinigungsmittel und liefern eine konstante Qualität – unabhängig davon, welche Mieter gerade im Haus wohnen.

Erfahrungsgemäss empfehlen wir den Wechsel ab 6 Wohneinheiten oder wenn mehr als zwei Beschwerden pro Jahr bezüglich der Reinigungsqualität eingehen. Viele Verwaltungen entscheiden sich auch aus Zeitgründen für ein Abo: Der gesamte Koordinationsaufwand entfällt.

Kostenvergleich: Mieter-Turnus vs. Reinigungsabo

Viele Eigentümer und Verwaltungen scheuen die Kosten einer professionellen Reinigung. Doch ein ehrlicher Vergleich zeigt: Die Gesamtkosten sind oft vergleichbar – bei deutlich besserer Qualität und weniger Ärger.

Mieter-Turnus (Eigenreinigung)

Versteckte Kosten
  • CHF 0 direkte Reinigungskosten
  • Verwaltungsaufwand: Turnusplan erstellen, überwachen, anpassen
  • Konfliktmanagement bei Beschwerden
  • Unregelmässige Qualität = schnellere Abnutzung
  • Häufigere Grundreinigungen nötig (CHF 500–1'500)
  • Mieterzufriedenheit leidet = höhere Fluktuation
  • Indirekte Kosten: CHF 100–300/Monat

Professionelles Reinigungsabo

Planbare Kosten
  • Fixpreis ab CHF 150/Monat (kleines MFH)
  • Kein Verwaltungsaufwand für Reinigungsorganisation
  • Konstante, professionelle Qualität
  • Professionelle Reinigungsmittel und Geräte inklusive
  • Weniger Grundreinigungen nötig
  • Höhere Mieterzufriedenheit = stabilere Mietverhältnisse
  • Ab CHF 150/Monat – umlagefähig

Entscheidend ist: Die Kosten für ein professionelles Reinigungsabo können über die Nebenkosten auf die Mieter umgelegt werden. Damit ist die professionelle Lösung für den Eigentümer kostenneutral – bei gleichzeitig höherer Qualität und weniger Verwaltungsaufwand.

Rechenbeispiel: Ein MFH mit 8 Wohnungen: Reinigungsabo CHF 220/Monat = CHF 27.50 pro Wohnung und Monat. Für diesen Betrag erhält jeder Mieter ein professionell gereinigtes Treppenhaus, saubere Gemeinschaftsräume und einen gepflegten Aussenbereich – ohne selbst zum Putzlappen greifen zu müssen.

Tipps für einen funktionierenden Reinigungsplan

Ob Mieter-Turnus oder Profi-Abo – diese Grundregeln helfen, die Reinigung in Ihrem MFH dauerhaft auf einem hohen Niveau zu halten.

1. Klare Aufgabenbeschreibung

Definieren Sie für jeden Bereich genau, was zu tun ist. «Treppenhaus reinigen» ist zu vage – besser: «Boden feucht wischen, Handlauf abwischen, Spinnweben in Ecken entfernen, Fussmatten ausklopfen.» Je präziser die Beschreibung, desto weniger Interpretationsspielraum und desto gleichmässiger das Ergebnis.

2. Realistische Intervalle

Nicht jeder Bereich muss gleich häufig gereinigt werden. Treppenhäuser und Eingänge benötigen wöchentliche Pflege, Kellergänge kommen mit 14-täglicher Reinigung aus, und Fenster reichen quartalsweise. Ein zu ambitionierter Plan wird nicht eingehalten, ein zu lockerer Plan lässt die Sauberkeit absinken.

3. Reinigungsmaterial bereitstellen

Wenn Mieter selbst reinigen, stellen Sie ihnen einen Reinigungswagen mit den nötigen Materialien zur Verfügung: Eimer, Wischmopp, Reinigungsmittel, Handschuhe, Besen und Kehrichtschaufel. Die Kosten dafür können über die Nebenkosten abgerechnet werden und stellen sicher, dass alle mit geeigneten Mitteln arbeiten.

4. Regelmässige Kontrolle

Ein Plan ohne Kontrolle ist wirkungslos. Prüfen Sie regelmässig – oder lassen Sie Ihren Hauswart prüfen – ob die Reinigung gemäss Plan erfolgt. Bei einem professionellen Hauswartungs-Abo übernehmen wir diese Kontrolle als Teil der Dienstleistung und erstellen regelmässige Rapporten.

5. Kommunikation und Transparenz

Informieren Sie Mieter proaktiv über den Reinigungsplan und allfällige Änderungen. Ein kurzer Aushang oder ein Rundschreiben bei Plananpassungen wirkt Wunder. Mieter, die den Plan verstehen und als fair empfinden, halten sich eher daran.

Häufige Fragen zum Reinigungsplan im Mehrfamilienhaus

Kann die Verwaltung Mieter zur Treppenhausreinigung verpflichten?

Grundsätzlich ja, wenn dies im Mietvertrag oder in der Hausordnung geregelt ist. In der Schweiz ist es üblich, die Reinigungspflicht über die Hausordnung zu definieren. Fehlt eine solche Regelung, kann die Verwaltung die Reinigung professionell organisieren und die Kosten als umlagefähige Nebenkosten verrechnen. Wichtig: Die Regelung muss vor Mietantritt bekannt sein und darf nicht nachträglich einseitig eingeführt werden.

Wie oft sollte das Treppenhaus in einem MFH gereinigt werden?

Für die meisten Mehrfamilienhäuser empfehlen wir eine wöchentliche Reinigung des Treppenhauses. Bei stark frequentierten Gebäuden mit mehr als 10 Parteien kann eine zweimal wöchentliche Reinigung sinnvoll sein. Für kleinere Häuser mit 3 bis 4 Parteien reicht in der Regel eine 14-tägliche Reinigung aus. Der Aussenbereich sollte mindestens wöchentlich gereinigt werden.

Was kostet eine professionelle Treppenhausreinigung im Thurgau?

Die Kosten hängen von der Objektgrösse, der Anzahl Stockwerke und dem gewünschten Intervall ab. Für ein MFH mit 6 bis 8 Wohneinheiten und wöchentlicher Reinigung liegen die Kosten typischerweise zwischen CHF 150 und CHF 280 pro Monat. Bei grösseren Objekten oder zusätzlichen Leistungen wie Waschküche und Kellergang steigen die Kosten entsprechend. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Offerte.

Dürfen die Reinigungskosten auf die Nebenkosten umgelegt werden?

Ja, die Kosten für die Reinigung der Gemeinschaftsflächen sind in der Schweiz umlagefähig. Sie gehören zu den sogenannten Betriebskosten gemäss Art. 257a OR und können über die Nebenkostenabrechnung an die Mieter weitergegeben werden. Voraussetzung ist, dass die Nebenkosten im Mietvertrag als separate Position vereinbart sind. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Hauswartungskosten.

Wie funktioniert der Wechsel von Mieter-Turnus zu Profi-Reinigung?

Der Wechsel ist unkompliziert. Informieren Sie Ihre Mieter über die Änderung und den Grund (z. B. gleichmässigere Qualität, weniger Konflikte). Die Kosten werden als Nebenkosten auf die Mietparteien umgelegt. Wir von Caretaker übernehmen die gesamte Organisation: Besichtigung, Einsatzplanung und regelmässige Reinigung gemäss vereinbartem Plan. Der Übergang erfolgt nahtlos – meist innerhalb einer Woche.

Professionelle Gebäudereinigung im Abo

Schluss mit Putz-Turnus und Mieterärger. Wir übernehmen die Reinigung Ihres Mehrfamilienhauses – zuverlässig, professionell und zu fairen Konditionen.

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